Die möglichen Auswirkungen des Hubbert-Maximums
|
|
Geschrieben von: Administrator
|
|
Samstag, 19. Juli 2008 um 20:20 Uhr |
|
Der Reichtum einer Volkswirtschaft ist in physikalischer Hinsicht nichts weiter als ein Produkt der Energie- und Rohstoffmengen, die dieser Volkswirtschaft zur Verfügung stehen, und der Effizienz (des „Wirkungsgrads“), mit der diese Energie- und Rohstoffmengen in Waren und Dienstleistungen umgesetzt werden. Eine Verringerung der zur Verfügung stehenden Energie muss also – sofern nicht gleichzeitig eine ebenso hohe Erhöhung der Effizienz erfolgt – zwangsläufig einen Rückgang der Wirtschaftsleistung nach sich ziehen. Dabei ist nicht jede Energieform gleichwertig: Mit Atomkraft kann man beispielsweise Strom erzeugen, für den Antrieb von Fahrzeugen ist sie etwas unhandlich. Für Wind- oder Wasserkraft gibt es nur wenige Speichermöglichkeiten, Biomasse steht nicht in unbegrenzter Menge zur Verfügung. Erdöl ist in dieser Hinsicht einzigartig, denn kein anderer Energieträger ist gleichzeitig derart transportabel, lagerfähig und ungefährlich in der Handhabung und hat gleichzeitig einen so hohen Energiegehalt. Darüber hinaus ist es auch noch als Rohstoff für die chemische und pharmazeutische Industrie von allergrößter Bedeutung. Wenn es sich plötzlich verteuert, kann man nicht einfach auf einen billigeren Ersatzstoff ausweichen. |
|
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 25. November 2008 um 20:55 Uhr |
|
Weiterlesen...
|
|
|
Geschrieben von: Administrator
|
|
Montag, 17. November 2008 um 15:05 Uhr |
|
Wie allgemein bekannt ist, sind die Rohstoffe, auf deren Ausbeutung unsere industrielle Zivilisation beruht, nicht gleichmäßig auf der Welt verteilt. Dies gilt insbesondere für das Erdöl, dessen größte noch verbleibende Lagerstätten oftmals in Ländern liegen, die mit der „Ersten Welt“ aus politischen, religiösen oder wirtschaftlichen Gründen oder einer Kombination daraus nicht die allerbesten Beziehungen pflegen. Vielmehr gleicht das Verhältnis dem eines Dealers, der seine Kunden, die Rauschgiftüchtigen, verachtet, aber dennoch auf ihr Geld angewiesen ist, um seinen extravaganten Lebensstil zu finanzieren. Dieses Problem ist nicht allein auf das Hubbert-Maximum zurückzuführen – nachdem die eigenen Ölfelder des Westens in Texas, Mexiko, der Nordsee und Alaska allesamt ihren Förderhöhepunkt überschritten haben, würde das Konfliktpotenzial auch dann steigen, wenn der Nahe Osten oder Russland wirklich noch die riesigen Reserven hätten, derer sie sich heute rühmen. Und den ersten Ölkrieg haben wir längst hinter uns, denn welchen anderen Grund als das Öl sollte die inzwischen abgewählte Regierung Bush' des Jüngeren gehabt haben, die Tragödie des 11. September 2001 dafür zu nutzen, ihre Truppen in ein Land zu bringen, das mit den Anschlägen nicht das geringeste zu tun hatte und keine unmittelbare Bedrohung für die Welt darstellte? Würde der Irak hauptsächlich Dattelfeigen exportieren, kein GI und kein Iraki müssten am Euphrat ihr Leben lassen. |
|
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 25. November 2008 um 21:03 Uhr |
|
Weiterlesen...
|
|
Verschärfung des Klimawandels |
|
|
|
|
Geschrieben von: Administrator
|
|
Mittwoch, 19. November 2008 um 16:52 Uhr |
|
In seinem 2005 erschienenen Buch „Kollaps“ identifizierte der UCLA-Professor Jared Diamond fünf Faktoren, die in der Vergangenheit zum Untergang einer Zivilisation geführt haben: Schädigung der Umwelt, Klimawandel, Feinde, der Verlust von Handelspartnern und die Reaktion der jeweiligen Zivilisation auf diese Herausforderungen. Wir stehen heute an allen diesen fünf Fronten unter Druck, aber es ist zu befürchten, dass die Gegenmaßnahmen, die nach dem Eintritt des Hubbert-Maximums ergriffen werden könnten, eine enorme Verschärfung des Klimaproblems nach sich ziehen und uns damit einen Schritt weiter in Richtung Abgrund bringen würden. Die Ursache dafür liegt in der lockenden Versuchung, die „Öl-Lücke“ durch die Verflüssigung anderer Kohlenwasserstoffe wie Kohle, Teersand oder Ölschiefer zu füllen. |
|
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 25. November 2008 um 21:06 Uhr |
|
Weiterlesen...
|
|
|
|
|
|