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John Michael Greer
Überleben ist nicht kosteneffizient PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, 13. Oktober 2009 um 09:20 Uhr

Ich verstöre meine Leser hoffentlich nicht übermäßig, wenn ich sie auf eine ausgedehnte Expedition durch die wuchernden Urwälder der (auch als „tristen Wissenschaft“ bekannten) Volkswirtschaftslehre mitnehme. In verschiedenen Beiträgen des Archdruid Report in letzter Zeit habe ich ja bereits die Meinung vertreten, dass wirtschaftliche Faktoren eine enorm wichtige Rolle dabei gespielt haben, die industrielle Welt in ihre aktuelle Zwangslage zu bringen, und noch wesentlicher ist ihre Bedeutung als Hindernis für jede Art von konstruktiven Versuch, aus dieser Zwangslage wieder herauszukommen. Es besteht aller Grund zu der Annahme, dass die industrielle Welt nicht zuletzt deshalb untergehen wird, weil die zu ihrer Rettung nötigen Schritte nicht ausreichend kosteneffizient sind.

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Unterwegs zur Ökosophie PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: John Michael Greer   
Dienstag, 01. September 2009 um 14:36 Uhr

In einem früheren Beitrag (Die Ökologie des sozialen Wandels) habe ich die These aufgestellt, dass die meisten Vorschläge, wie sozialer Wandel zu erreichen wäre, unter dem schweren Mangel leiden, die ökologischen Dimensionen der menschlichen Gesellschaft zu ignorieren. Es ist allerdings beinahe unmöglich, diesen Fehler nicht zu begehen, denn er gründet nicht einfach in bewusst vertretenen Überzeugungen; viele derjenigen, die sich für sozialen Wandel einsetzen, sind ja in ökologischer Hinsicht nicht ungebildet. Es sind vielmehr die solchen Plänen zugrundeliegenden ungeprüften und oftmals unbewussten Vorannahmen, die ihre Befürworter den ökologischen Realitäten gegenüber blind machen – und die Anstrengung, sich den eigenen Vorannahmen zu stellen, wird in der Regel eher selten unternommen.

Einer der Faktoren, die das Ende des Industriezeitalters für viele so schwer begreifbar machen, ist der Unterschied zwischen Wissenschaft und dem (auch als Szientismus bekannten) Wissenschaftsglauben.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 01. September 2009 um 15:00 Uhr
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Die Ökologie des sozialen Wandels PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: John Michael Greer   
Dienstag, 04. August 2009 um 12:45 Uhr

Im letztwöchigen Beitrag für den Archdruid Report bin ich ein wenig von meinem üblichen Themenspektrum abgewichen und habe mich mit dem beschäftigt, was ich die „Pornographie der politischen Angst“ in den USA nenne. Für diese Abweichung hatte ich allerdings meine Gründe: Ich wollte die Aufmerksamkeit auf die reflexhafte Tendenz so vieler Amerikaner richten, eine letztendlich paranoide Mythologie des leibhaftigen Bösen auf den jeweils entgegengesetzten Teil des politischen Spektrums zu projizieren, und auf diese Weise eine Debatte darüber in Gang bringen, wie immens tief der Graben zwischen Erwartungen und Realitäten ist, der jede Initiative zum sozialen Wandel lähmt, hier in Amerika wie anderswo.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 01. September 2009 um 14:57 Uhr
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Die Evolution ernst nehmen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: John Michael Greer   
Montag, 27. Juli 2009 um 10:06 Uhr

Einst im Jahr 1904 stellte der Soziologe Max Weber die Hypothese auf, dass die Moderne von einer „Entzauberung der Welt“ durchwirkt sei, d. h. von einem Prozess, in dem traditionelle mythische Vorstellungen, die der menschlichen Existenz Bedeutung verliehen hatten, immer weiter durch die entfremdende und entseelende Weltanschauung der materialistischen Wissenschaft ersetzt würden. Webers These enthält einiges an Wahrheit, aber ich bin mir nicht sicher, ob er die unvermeidliche Gegenreaktion vorausahnte: das Dehnen oder Zurechtstutzen von wissenschaftlichen Ideen, um sie in das Prokrustesbett des Alltagsdenkens zu zwängen – wobei viele von ihnen wiederum zu Mythen wurden.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 27. Juli 2009 um 10:12 Uhr
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Doktor Faustus und die Affenfalle PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: John Michael Greer   
Mittwoch, 06. Mai 2009 um 20:12 Uhr

Einer der Faktoren, die eine angemessene Reaktion auf die Krise der Industriegesellschaft so schwer machen, hat seine Ursache darin, wie tief diese Krise in unserem grundlegendsten Weltverständnis verwurzelt ist. Albert Einsteins berühmter Ausspruch, dass man Probleme niemals mit derselben Denkweise lösen kann, durch die sie entstanden sind, war nie zutreffender als heute. In besonderem Maße gilt dies für viele der derzeitigen Versuche, dem nahenden Ölfördermaximum zu begegnen, die auf derselben Art von Logik beruhen, die uns erst in unsere heutige Zwangslage gebracht hat, und deren „Lösungen“ bestens geeignet sind, unsere Lage noch wesentlich schlimmer zu machen, als sie ohnehin ist.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 18. Juni 2009 um 12:47 Uhr
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